Servus zusammen,
da das jetzt der erste richtige Unfall von mir/meiner Frau ist (abgesehen von einem kleinen Teilkaskoschaden am Pickup damals), wundert mich ehrlich gesagt langsam nichts mehr bei den Versicherungsprämien.
Was da teilweise an Geld bewegt wird, ist schon heftig. Und dann kommt noch Carvertical dazu grundsätzlich ja sinnvoll aber in unserem Fall fühlt sich das eher wie ein kleines Todesurteil für den A6 an.
Aber mal von vorne:
Meiner Frau wurde im fließenden Verkehr bei knapp 30 km/h die Vorfahrt genommen. Zum Glück keine Personenschäden. Der Peugeot 206 der Unfallgegnerin hat hinten links eine ordentliche Delle abbekommen, innen ist sogar Verkleidung gebrochen. Unser A6 hat das überraschend gut weggesteckt. Vermutlich auch, weil meine Frau noch versucht hat auszuweichen und Reifen/Felge etwas Abstand gehalten haben.
Die Dame ist erst weitergefahren, wurde dann aber von anderen Verkehrsteilnehmern gestoppt. Polizei kam dazu Sprachbarriere bei der Verursacherin inklusive.
Jetzt zum eigentlichen Punkt:
Wir sind danach zu Audi und haben ein Gutachten machen lassen. Dass es nicht billig wird, war mir klar. Aber dass am Ende über 11.000 € Schaden im Raum stehen, hat mich echt vom Stuhl fallen lassen. Und auf die UVP der Teile kommen dann nochmal rund 20 % Aufschlag oben drauf.
Klar, ich muss es nicht selbst zahlen. Lustigerweise ist die Unfallgegnerin aber bei derselben Versicherung wie wir – also linke Tasche, rechte Tasche.
Was mich zusätzlich nervt:
Das Gutachten ist natürlich direkt im Carvertical-Report gelandet. Ist ja grundsätzlich okay und transparent ich will da auch nichts verschweigen, Bilder und Gutachten hab ich selbst ja sowieso. Aber bei der Summe denkt später halt jeder sofort an einen größeren Unfall.
Wenn man sich die Bilder anschaut, wirkt das Ganze eigentlich fast lächerlich:
Der Scheinwerfer hat leichte Macken bzw. Abriebspuren –polieren ist nicht erlaubt, also neu. Und so ein Matrix LED-Scheinwerfer liegt direkt mal bei über 2.500 € netto. Felge verkratzt, Reifen muss auch neu, weil die Karkasse beschädigt sein könnte. Kotflügel ind der Kante 2 dellen also Neu inkl.. Beilackierung der Beifahrertür. Da kommt halt schnell was zusammen.
Und die angesetzte Wertminderung ist aus meiner Sicht auch eher ein Witz. Wenn später beim Verkauf irgendwo ein Schaden von 10.000–15.000 € im Raum steht, interessiert es am Ende niemanden mehr, ob man Bilder oder das Gutachten dazu zeigt.
Wenn man sich außerdem überlegt, was Autohäuser selbst mit Unfallschäden verdienen, ist es für mich ehrlich gesagt schwer nachzuvollziehen, warum man als normale Kundschaft bei Stundenlöhnen und Teilen so zur Kasse gebeten wird während bei Versicherungsschäden teilweise sogar noch 20 % auf die UVP draufgeschlagen werden dürfen…
Also man sollte sich von der Schadenssumme nicht immer beeindrucken lassen, so wie OMID das öfter in den Raum stellt. Unfälle passieren aber nicht immer steckt dahinter gleich etwas wirklich Wildes.
Gerade wenn man den Schaden beim Vertragspartner machen lässt, einfach wegen Rechnung, Transparenz und Nachweisen, schießt die Summe schnell in die Höhe. Am Ende will dann aber trotzdem kaum jemand einen fairen Preis fürs Fahrzeug zahlen, weil hat ja einen 5 stelligen Unfall gehabt.
Da fragt man sich schon Warum lässt man es überhaupt beim Vertragshändler richten? Jede gute Werkstatt bekommt das oft für deutlich weniger hin, teils sogar qualitativ besser.
Bei 6.000 Blechschäden am tag wenn davon nur 1/3 über 10.000€ sind mächtig was da für summen bewegt werden! Im schlimmsten fall wie bei uns kommt noch Anwalt und Gericht dazu. Da die Versicherung bis dato nicht zahlen möchte.