Ist vielleicht nur ein kleiner Trost bzw. Anteilnahme:
2020, als mein T-ROC ein Jahr alt war, kam in Osnabrück ein Vollidiot von Hausmeister auf die Idee, bei Wind einen Zaun in direkter Umgebung eines Parkstreifens mit einer Sprühpistole zu lackieren.
Als mir das Malheur nach Verlassen des Parkstreifens auf dem Nachhauseweg bewusst wurde (Scheibenwischer erzeugte massive Schmierereien), war es fast zu spät. Meine Frau hatte den Wagen am Nachmittag dort abgestellt und konnte sich bei meinem entgeisterten Anruf daran erinnern, dass zu dem Zeitpunkt mit noch ausreichendem Abstand diese Lackierarbeiten stattfinden.
Als ich am nächsten Morgen die Hausbesitzer zur Rede gestellt hatte waren sie schockiert und einsichtig, vermittelten mir den Kontakt zu ihrem "Hausmeister", der das Missgeschick über seine Haftpflicht abwickeln werde.
Die Ironie des Falls war, dass die Hausbesitzer u.a. Juristen mit einer Nebentätigkeit als Streitschlichter der Stadtverwaltung waren....als der Hausmeister zunächst Einsichtigkeit zeigte und eine Meldung bei seiner Haftpflichtversicherung in Aussicht stellte und zur Schadensbegrenzung darum bat, dass ich schnellstmöglich einen Aufbereiter aufsuchen solle, bevor der Lack in der Sommersonne komplett durchhärte.
Gesagt, getan, Wagen bei unserem Vertragshändler in die Aufbereitung gegeben. Es waren immerhin 3/4 des Fahrzeuges mit einem schwarzen Sprühnebel überzogen und musste mit einer Schleifpolitur und Lösungsmittel behutsam entfernt werden = 650 EUR.
Kaum war die Rechnung konkret wurde die Kommunikation immer verworrener. Jedesmal ging jemand anderes ans Telefon, es wurden teilweise haarsträubende Ausreden und Hinhaltetaktiken generiert. Zum Glück vieles per WhatsApp.
Als es mir zu bunt wurde und auch die Hausbesitzer auf einmal jegliche Kontaktaufnahme ignorieren hatten, hatte ich den Fall einem Anwalt übergeben. Rechtschutz hat übernommen. Nach einem Jahr des Hin und Hers und der Erkenntnis, dass der "Hausmeister" illegal beschäftigt wurde fühlte sich auch unser Anwalt verarscht und machte daraus eine persönliche Sache indem er neben der eigentlichen Vertretung meiner Interessen die Hausbesitzer wegen Anstiftung zur Schwarzarbeiz angezeigt hat. Der Fall wurde aktenkundig und verfolgt, wir bekamen aber keine Infos über diesen Vorgang, weil wir nicht der Kläger, sondern nur Zeuge waren.
Mein eigentliches Anliegen wurde vom Amtsgericht verfolgt, es wurde ermittelt, dass der "Hausmeister" bereits wegen u.a. Stromdiebstahl im Mehrfamilienhaus angeklagt war. Leider konnte er den Joker der Privatinsolvenz ziehen, so dass das Verfahren eingestellt wurde.
Ich bin auf meinen Kosten sitzen geblieben (u.a. mit Nutzungsausfall und Mahngebühren, weil der Idiot nicht wie abgemacht gezahlt hatte). Am Ende waren das rund 1000 EUR. Zum Glück konnte der Lacknebel komplett entfernt werden. Die Spätfolgen sehe ich aber heute noch, weil die Alu- und Chromleisten nach Fahrtzeugwäschen matt anlaufen (ich vermute mal, dass beim Herunterschleifen des Lacks auch eine Versiegelung entfernt wurde und ich deswegen jetzt regelmäßig mit Alu- und Chrompolitur ran muss).
Mir blieb am Ende auch nur ein "Kuck in die Röhre" und ein "Stell dir mal vor, der Mist hätte nicht entfernt werden können". Ärgerlich, aber anscheinend ohne Aussicht auf Erfolg nicht zu ändern...