Glückwunsch zum Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften! Du hast gerade sensationell herausgefunden, dass es billiger ist, alte, bezahlte Gebrauchtwagen weiterzufahren, als sich einen 60.000 € Neuwagen zu kaufen. Wahnsinn!
Das ist exakt dieselbe Logik wie: "Ich kaufe mir keinen neuen Ferrari, weil mein 15 Jahre alter Golf und das Fahrrad meiner Oma im Unterhalt billiger sind. Also lohnen sich Sportwagen nicht."
Merkste selber, oder? Deine Rechnung ist die Definition von 'Milchmädchen' in Reinform:
Äpfel vs. Fallobst: Du vergleichst Investitionskosten mit Bestandskosten. Ein neuer Verbrenner mit 500 PS kostet dich weit mehr als 60k in der Anschaffung und verliert absolut gesehen genauso an Wert.
Hobby vs. Mobilität: Du fährst 10.000 km im Jahr verteilt auf drei Autos? Du hast keine echten Mobilitätskosten, du zahlst Standgebühren für ein Museum. Bei dieser homöopathischen Fahrleistung gewinnt rein rechnerisch immer die alte Rostlaube, egal was sie verbraucht.
Ein neuer 500 PS Verbrenner, der nach 10 Jahren Haltedauer günstiger im Unterhalt und Wertverlust war als ein E-Auto, wohnt im Paulaner-Garten, aber nicht in der Realität.