Ich bin ja bekanntlich auch Unternehmer und verstehe durchaus beide Seiten.
Es gibt hier und da Negativbeispiele.
So kenne ich einige Unternehmer, die sich tatsächlich alles rausnehmen, teilweise Angestellte nicht mehr bezahlen "können", aber selbst schicke Autos fahren, sich teure Urlaube gönnen etc. und Mitarbeiter mitunter wie Dreck behandeln.
Andererseits fallen mir aber auch etliche Beispiele ein, wo Mitarbeiter auf das Vermögen des Chefs neidisch sind, selbst aber null Motivation haben, in ihrer Tätigkeit auch nur ein bisschen mehr zu glänzen, als es notwendig wäre.
Wir reden hier nicht von Gratis-Überstunden, sondern einfach von der Bereitschaft, vielleicht etwas aus der Masse hervorzustechen und sich mehr einzubringen, als der Rest.
Ein auch nur halbwegs vernünftiger und intelligenter Vorgesetzter wird dies auch zu honorieren wissen.
Ansonsten bin ich voll bei videoschrotti .
Ich lasse mir sicher nicht vorschreiben, was ich mir leisten darf.
Es steht jedem frei, sich selbstständig zu machen.
Würde Einigen auch ganz gut tun, denn dann wüssten sie mal, was man als Unternehmer monatlich so an Steuern abdrücken muss bzw. generell an Ausgaben hat.
Ich kann jetzt nur für meine Branche sprechen, aber da ist man mit 7-10% Gewinn schon verdammt gut dabei.
Und das auch nur, solange das Rad sich dreht.
Das finanzielle Risiko, bei Fehlinvestitionen und -entscheidungen, schlechter Wirtschaftslage oder gesundheitlichem Ausfall innerhalb von Monaten mehr oder weniger am Sand zu sein, ist stets präsent.
Aber nur um nicht falsch verstanden zu werden:
Ich verteidige damit keinesfalls Unternehmer, die auf Kosten ihrer Mitarbeiter ein schönes Leben führen.
Man darf die Symbiose einfach nie vergessen.
Ohne qualifizierte Mitarbeiter würde der Laden nicht laufen, ohne einen engagierten Chef aber auch nicht.