Der Rallye-Corner!

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    • Tour de Corse 2019

      Interessantes Detail am Rande:
      Bei der Tour de Corse wurde mit einer sehr Hecklastigen Kraftverteilung gefahren, insbesondere bei Citroen und Toyota.
      Hier wurden diesbezüglich 72 Prozent für die Hinterachse, und dementsprechend 28 Prozent für die Vorderachse angegeben.
      Die Autos von Hyundai und Ford sollen um ein paar Prozentpunkte weniger Hecklastig ausgelegt sein.

      Und dennoch klagte Sebastien Ogier, insbesondere am ersten Tag über Untersteuern an seinen Wagen.
      Eine noch größere Baustelle hatte Sebastien Loeb zu bewältigen.
      Der Namensvetter von Ogier fing sich gleich auf SP1 einen Aufhängungsschaden ein, der im rund zwei Minuten kostete.

      Fast schon eine Galavorstellung war die Fahrt von Ford-M Sport Pilot Elfyn Evans.
      Er eröffnete die Rallye gleich mal mit einer Bestzeit.
      Rutschte zwar zwischendurch immer wieder mal auf Rang zwei ab,
      hatte aber dennoch vor der Allerletzten Wertungsprüfung,
      einen relativ komfortablen Vorsprung von 11, 5 Sekunden auf Thierry Neuville.

      Der zweite WRC-Sieg, der noch relativ jungen Karriere von Evans stand Quasi vor der Tür.
      Doch dann, auf der letzten SP: ein Reifenplatzer!
      Elfyn Evans verliert auf dieser Rallyeabschießenden Prüfung rund eineinhalb Minuten,
      und fällt auf Gesamtrang Drei, hinter Neuville und Ogier zurück.

      Sebastien Ogier seinerseits, hat einmal mehr das beinahe Unmögliche, möglich gemacht.
      Im weiten Verlauf der Rallye im Mittelfeld, auf den Rängen fünf bis acht platziert,
      erreichte er zu guter Letzt (auch aus dem Pech anderer resultierend) noch den zweiten Gesamtrang.

      Gewonnen hat die Tour de Corse 2019, wie gesagt, Thierry Neuville.
      Der Belgier übernimmt zudem von Ott Tänak die WM Führung.
      Ott Tänak der nach der zehnten Wertungsprüfung knapp vor Elfyn Evans lag, hatte auf der elften SP einen Reifenschaden, und rutschte auf Rang sechs ab.
      Sebastien Loeb fuhr als Gesamtachter über die Ziellinie.

      Endergebnis

      1. Thierry Neuville…………… 3:22:59 Stunden - Hyundai i20 WRC
      2. Sebastien Ogier……….….….+40,3 Sekunden - Citroen C3 WRC
      3. Elfyn Evans……………………+1:06,6 Minuten - Ford Fiesta WRC
      4. Dani Sordo…………..………+1:18,4 Minuten – Hyundai i20 WRC
      5. Teemu Suninen………..….+1:24,6 Minuten – Ford Fiesta WRC

      WM-Wertung

      1. Thierry Neuville:………….. 82 Punkte
      2. Sebastien Ogier: …………..80 Punkte
      3. Ott Tänak:……………………..77 Punkte
      4. Elfyn Evans…………..……...43 Punkte
      5. Kris Meeke…………..……....42 Punkte

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Verspätet aber doch, möchte ich ein paar Worte über die Wechsellandrallye verlieren, die vor rund 10 Tagen stattfand (3. + 4. Mai).
      Der Sieg ging an Hermann Neubauer.
      Gemeinsam mit Copilotin Christina Ettel gewann er 16 der 17 Sonderprüfungen.
      Die Wechsellandrallye die im Wechselgebiet :) stattfindet,
      welches sich von Niederösterreich über das (1743 m hohe) Wechselgebirge, bis in die Steiermark erstreckt,
      war der vierte zur österreichischen Rallyestaatsmeisterschaft zählende Lauf.
      Für nicht Ortskundige: das Wechselgebiet liegt etwa 100 Kilometer südlich von Wien.

      Hermann Neubauer der es gewohnt ist auf die Ansagen von Bernhard Ettel zu hören,
      lies sich bei der Wechsellandrallye 2019 von Christina Ettel durch die Sonderprüfungen navigieren.
      Bernhard Ettel der mit Christina verheiratet ist, war bei einem Zeitgleich mit der Wechsellandrallye stattfindenden ERC-Lauf im Einsatz.

      Neubauer/Ettel haben die Rallye schlicht dominiert.
      Einzig, Jännerrallyesieger Julian Wagner, konnte Neubauer noch so halbwegs folgen, allen voran zu Beginn der Rallye.
      Am Ende waren es dann aber doch rund 1:15 Minuten, auf den sich der Rückstand von Julian Wagner/Anne Katharina Stein summierte.
      Dritter wurde Günther Knobloch mit Copilot Jürgen Rausch.
      Der Drittplatzierte Knobloch, ebenso wie der Gesamtzweite Julian Wagner, in einem Skoda Fabia R5.
      Neubauer/Ettel in einem von ZM Racing eingesetzten Ford Fiesta R5.

      Ein fast schon dramatisches Ende nahm die Fahrt des dominierenden der 2WD Klasse Luca Waldherr.
      Waldherr der bis zur 15. Sonderprüfung alle (2WD) Bestzeiten fuhr, rutschte auf der 16. SP ins aus.
      Der Pilot des Ford Fiesta R2 muss aufgeben, Sieger der 2WD Klasse wird Andreas Kainer in einem Opel Corsa OPC.

      In der Meisterschaft bleibt der zweitplatzierte der Wechsellandrallye Julian Wagner,
      mit jetzt gesamt 89 Punkten, knapp vor Hermann Neubauer (83 Punkte).

      Ein Dankeschön für die optische Zusammenfassung von >werace.TV<

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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • WRC Sardegna (Sardinien) - 13.-16. Juni 2019

      Eine sehr durchwachsene Rallye, die Weltmeister Sebastien Ogier mit einer Bestzeit eröffnete.
      Bereits auf SP 2 fehlen dem Franzosen dann aber schon über 15 Sekunden auf die Spitze,
      an dieser jetzt Ford Pilot Teemu Suninen liegt.
      Erwähnenswert: Ogier musste als WM-Führender als erster auf die rolligen Schotterstraßen,
      und hatte hier Grip-seitig, nicht unbedingt einen Vorteil.
      Titelkonkurrent Thierry Neuville zu Beginn der Rallye nur unwesentlich besser platziert.
      Auch Ott Tänak (dritter der drei Titelfavoriten), jetzt nur im besseren Mittelfeld unterwegs.

      Auf SP 4 übernimmt dann zwar Jari Matti Latvala die Führung von Teemu Suninen,
      fällt aber auf SP 6 nach einem vergleichsweise harmlosen Überschlag aus.
      At the top sind nun Hyundai Fahrer Dani Sordo, und Toyota Fahrer Ott Tänak,
      denn, beide liegen Zeitgleich in Führung.
      Teemu Suninen mit 0,8 Sekunden Rückstand auf Position drei.
      Thierry Neuville an siebter Stelle.

      In dem Sinne jetzt nicht mehr dabei, ist,
      Sebastien Ogier der auf SP 5 einen auf der Kurveninnenseite liegenden großen Felsbrocken erwischte,
      und dabei die Radaufhängung am Citroen C3 WRC beschädigte.

      Ab SP 8 beginnt dann auch der Leidensweg des Thierry Neuville.
      Angefangen bei einem Ansagefehler des Beifahrers, gefolgt von den einen oder anderen kleinen Fahrfehler,
      verliert er im weiteren Verlauf der Rallye sukzessive den Anschluss an die Spitze.

      Dani Sordo hingegen kann mit der Spitze nicht nur mithalten, er kann diese bis zur SP 11 sogar verteidigen.
      Erst auf SP 12 muss er dann, für einen fast schon übermächtig heran stürmenden Ott Tänak den Platz an der Sonne räumen.
      Ott Tänak, ist, wie schon so oft in dieser Saison souverän unterwegs.
      Nach der vorletzten Wertungsprüfung liegt der Este knapp eine halbe Minute vor Dani Sordo.
      Doch dann auf der Rallyeabschließenden neunzehnten Wertungsprüfung kommt es zum Desaster.
      Ein Defekt an der Lenkung des Yaris WRC bremst Ott Tänak aus.
      Er verliert nicht nur die Führung, sondern fällt sogar auf Platz fünf zurück.
      Denn Sieg „erbt“ Dani Sordo.
      Ford Pilot Teemu Suninen wird ausgezeichneter Gesamtzweiter.
      Thierry Neuville beendet die Rallye als Sechster.

      Mit einem Rückstand von über einer Stunde und 20 Minuten wird Sebastien Ogier,
      der unter Super Rallye Reglement, Samstag und Sonntag wieder starten konnte, Gesamt 41.
      Der abnormal große Rückstand resultiert zum größten Teil,
      aus dem summieren der Strafzeiten für die, (nach seinem Ausfall), nicht gefahrenen Sonderprüfungen.

      Aber, zumindest konnte Sebastien Ogier, auf der abschließenden Powerstage (die ja Ott Tänak zum Verhängnis wurde),
      noch den zweiten Rang, und somit vier WM Punkte holen.

      In der Weltmeisterschaft ist nach wie vor alles offen:
      Ott Tänak: 150 Punkte, Sebastien Ogier: 146 Punkte, Thierry Neuville 143 Punkte

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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • - Neuer Ford Fiesta R5 kurz vor dem Debüt
      - Ab 2022 WRC´s mit Hybridtechnik
      - Doch kein Aufstieg von Skoda in die WRC

      Ford Fiesta R5 2019
      Nach dem das M-Sport Team rund um Teamchef Malcom Wilson,
      2013 das erste R5 Auto auf die Rallyestrecken dieser Welt brachte, dass sich bis heute 300-mal verkauft hat,
      so ist jetzt nach 18-monatiger Entwicklungszeit das R5 Modell auf Basis des aktuellen Ford Fiesta fertiggestellt worden.

      300 verkaufte Autos in sechs Jahren, mag verglichen mit einem Alltagstauglichen Volumsmodell wie dem VW Golf,
      von dem allein in einem Jahr mehrere Hunderttausend Stück abgesetzt werden, ein bisschen erbärmlich erscheinen;
      aber für ein Wettbewerbsfahrzeug vom Schlage eines R5 Autos, sind 300 Autos in sechs Jahren schon nahe am Rekord.

      Zudem muss auch bedacht werden, dass ein R5 Auto oder auch ein WRC,
      üblicherweise erst dann „weggeworfen wird“, wenn es kaputt ist, und ich meine wirklich kaputt ist.
      Nach einem „kleinen Ausrutscher“ mit 43 Überschlägen wird der Wagen wieder neu aufgebaut.
      Anders bei Serienfahrzeugen, wo ein kleiner Parkrempler mit 10km/h bei einem vier Monate alten Neuwagen, praktisch ein finanzieller Totalschaden ist :)

      Das Design des neuen Fiesta R5 ist stark, an das seit 2017 eingesetzte World Rallye Car angelehnt.
      Und bei einem „Richtpreis“ von 200.000 Euro bekommt man auch einiges geboten.
      So zb. einen digitalen Drehzahlmesser im Design einer analogen Uhr.
      Selbstredend, dass das nicht die einzige Finesse ist mit dem das Auto aufwarten kann.
      Vielmehr ist ein R5 Auto im Allgemeinen, ein reines Wettbewerbsfahrzeug, welches aufgebaut wird, um auf der abgesperrten Wertungsprüfung Bestzeiten einzufahren.
      Und dennoch herrscht ein guter Respektabstand, zu einem drei bis vier Mal so teurem World Rallye Car.

      290 PS gibt M-Sport als Maximalleistung für den neuen Fiesta R5 an, 475 Nm sollen es beim Drehmoment sein.
      Interessanterweise liegen beide Maximalwerte bei 4000 U/min an.
      Als Motor kommt der „übliche“ 1600ccm große Vierzylinder zum Einsatz,
      welcher im Falle des R5 Autos mit einem 32mm Luftmengenbegrenzer eingebremst wird.
      Man darf aber annehmen, dass bei einem Leistungsdefizit, von beinahe 100 PS zum WRC,
      der Luftmengenbegrenzer nicht das einzige Bauteile ist, welches mit dem Motor des World Rallye Cars nicht ident ist.

      Als Getriebe bekommt der neue Fiesta R5 eine sequentielle Schaltbox von Sadev, mit fünf Gangstufen.
      Die Kraftübertragung zwischen Vorder- und Hinterachse erfolgt über einen an sich „starren“ Durchtrieb,
      welcher jedoch beim Auslösen der hydraulischen Handbremse kurz unterbrochen wird.
      Des Weiteren natürlich Sperrdifferentiale in beiden Achsen.

      Das Debüt unter Wettbewerbsbedingungen erfolgt bei der Rallye Estland, welche vom 12. – 14. Juli 2019 ausgetragen wird.
      Am Steuer wird WRC Werksfahrer Teemu Suninen sitzen.
      Suninen ist zwar Ansich in der aktuellen Rallyeweltmeisterschaft in einen von Ford M-Sport eingesetzten Fiesta WRC unterwegs;
      da aber die Rallye Estland nicht zur Weltmeisterschaft zählt, kann man sich den Luxus leisten, das Auto hier entsprechend hochkarätig zu besetzen.



      Ab 2022 voraussichtlich WRC mit Hybridtechnik
      Ab 2022 sollen, so wurde es von der FIA verabschiedet, World Rallye Cars mit Hybridtechnik zum Einsatz kommen.
      Beabsichtigt ist, den Aufwand in einem „überschaubaren Rahmen“ zu halten.
      Wie genau die technische Lösung aussehen wird, ist noch nicht offiziell.
      Aber eine „ultra-mild-Hybridlösung“, mit lediglich einen elektrisch angetriebenen Turbolader, wie sie auch im Raume stand, dürfte es nicht werden.

      Es geht eher in die Richtung, dass man beabsichtigt, einerseits auf den Verbindungsetappen,
      allen voran in den Städten, rein elektrisch zu fahren;
      und andererseits, auf der eigentlichen Wertungsprüfung, durch den Elektroantrieb
      eine elektrische Unterstützung, oder Boostfunktion zu realisieren.

      Des Weiteren ist man am überlegen, ob man bei der WRC-Generation 2022, eventuell wieder auf größere Fahrzeug/Karosseriemodelle setzt.
      Aktuell bauen die World Rallye Cars auf Kleinwagen der „Poloklasse“ auf.
      Aber auch der Einsatz unterschiedlicher Karosserievarianten innerhalb einer Klasse, mit einer Art „Handicap-Regelung“ wird geprüft.

      Selbst der Einsatz von „Eigenbau Fahrzeugen“, sogenannten Prototypen wird diskutiert.
      Sprich die Plattform (zb.) von Skoda, der Motor von Mitsubishi, und die Karosserie "selbst geschnitzt".
      Die Idee dahinter ist, das ein Hersteller auch dann in die Weltmeisterschaft einsteigen kann, wenn er kein WRC-kompatibles Auto in der Serienpalette hat.

      Doch kein Einstieg von Skoda in die WRC
      Skoda war von 2003 bis 2006 mit dem Fabia WRC (einem WRC der ersten Generation), mitunter auch in der Rallyeweltmeisterschaft vertreten.
      Ab 2009 war man mit dem Fabia S2000 auf der Strecke, und ab 2015 setzte man dann auf den Fabia R5.
      In letzter Zeit, wurden Gerüchte laut, Skoda könnte nun sogar wieder ein WRC-Projekt angehen, das vor kurzem jedoch wieder dementiert wurden.

      Man hat sogar ein wenig durchblicken lassen,
      dass sich dem Allgemein starken Elektroauto-Engagement der Volkswagengruppe,
      nun auch die Rallyeabteilung der Tschechen etwas unterordnen muss.
      Es wird gemunkelt, Skoda könnte sich zusätzlich zum Rallyesport nun auch auf der Rundstrecke arrangieren,
      wo der Einsatz der Elektrifizierung leichter ausführbar sein dürfte.
      Der Rallye-Kundensport, mit dem erfolgreichen Fabia R5 soll zwar nicht vernachlässigt werden,
      aber nach neuen Herausforderungen möchte man sich scheinbar wo anders umsehen.
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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Wie gesagt, eine Neuauflage des Fabia WRC soll es, zumindest auf absehbare Zeit nicht geben.
      Wie aber im Beitrag oben schon geschrieben war Skoda von 2003 bis 2006 mit dem Fabia WRC 1.0 im Einsatz.
      Ein World Rallye Car der ersten Generation, oder sagen wir, fast der ersten Generation.
      Die ersten WRC´s wurden ab 1997 eingesetzt.

      Die World Rallye Cars der ersten Generation machten meiner Meinung nach einen „materialistischeren“ oder grobschlächtigeren Eindruck, als die heutigen.

      Vier Zylinder, zwei Liter Hubraum, "offiziell" ca. 300 PS und 600 Nm, das sind die Eckdaten dieser Boliden.
      300 PS klingen im ersten Moment vielleicht nicht sehr berauschend, aber das "Umfeld" in dem diese Motoren arbeiten, machts aus.
      Und auch auf welche Weise, diese ihre Leistung freisetzen.

      Aber andererseits, bei einem Spritverbrauch von rund 70 Litern auf 100 Kilometern (unter Wettbewerbsbedingungen versteht sich),
      darf man schon ein bisschen was erwarten.
      Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob bei den aktuellen World Rallye Cars viel weniger durch die Einspritzdüsen fliest.
      Desweitern gehörte zum technischen Standard der Generation "WRC 1.0", permanenter Allradantrieb mit drei aktiven Differentialen.
      Die einzelnen Gänge werden elektrohydraulisch, und grundsätzlich ohne Kupplung,
      und im Falle des Fabia WRC über einen Schaltring, der hinter dem Lenkrad sitzt gewechselt.

      Hier eine interessante Onboardaufnahme des Tschechischen Meisters von 2004, Jan Kopecky,
      in einem Skoda Fabia WRC.

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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • MarkyMark schrieb:

      R500 schrieb:

      Der Einsatz von „Eigenbau-Fahrzeugen“ hört sich interessant an. Mal schauen, was da kommt...

      Danke! @gordon shumway
      Interessant...kannst ja mit dem GTE antreten *lool*
      LG
      Mark
      Hi,

      und wenn es mal eng wird mit dem Strom einfach die Powerbank vom Handy dran.Läuft *lool* *lool* *lool*
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      Schaltwippen und Türgriffblenden in echt Carbon fürs Auge 8o *lool*
    • Weiter geht es in der Weltmeisterschaft zwar auf Schotter, mit der Rallye Finnland (1.-4. August 2019),
      getestet wurde teilweise aber auch schon für die Rallye Deutschland (22.- 25. August).
      Im unten eingefügten Video, Citroen Werksfahrer Esapekka Lappi im C3 WRC.
      Die Zahl >1919< die diese Saison groß auf den Citroen World Rallye Cars prangt,
      bezieht sich auf das Gründungsjahr von Citroen als Automobilhersteller.



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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Die Rallye-Weiz, der Fünfte von sieben zur österreichischen Staatsmeisterschaft zählende Lauf,
      ging an Julian Wagner, welcher sich mehr oder weniger knapp gegen Hermann Neubauer durchsetzen konnte.
      Somit bleibt Wagner auch in der ÖRM-Gesamtwertung vor Hermann Neubauer.
      Julian Wagner mit Anne Katharina Stein als Copilotin, in einem Skoda Fabia R5.
      Hermann Neubauer mit Christina Ettel am Beifahrersitz, in einem Ford Fiesta R5.
      Das Podium komplettiert wird von Günther Knobloch/Jürgen Rausch.

      Vielen Dank auch an GHrallyemotion für die herzerfrischenden Aufnahmen

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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Rok Turk - Blanka Kacin in einem Hyundai i20 R5,
      Onboard bei der Rallye Weiz 2019

      Was mir gut gefällt sind die rosa lackierten Fingernägel der Copilotin :)
      Weniger gut gefällt mir, das die Fahrt auf der fünften Wertungsprüfung
      ein relativ abruptes Ende nimmt.


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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Hyundai – Aufbau Fahrerkader
      Hayden Paddon – „Comeback“
      Elfyn Evans pausiert
      Tänak Königsfigur am Fahrermarkt 2020
      Rallye Finnland 2019

      Während man sich bei Citroen mit Sebastien Ogier und Esapekka Lappi, die ganze Saison 2019 auf zwei Fahrer Quasi „beschränkt“,
      so geht man bei Hyundai einen anderen Weg.
      Ich habe schon mal darüber berichtet, dass man dort bislang vier Fahrer im Kader hat(te),
      die sich von Rallye zu Rallye mehr oder weniger abwechseln.
      Neben Thierry Neuville (der als einziger ein Fix-Cockpit für die ganze Saison 2019 hat),
      greifen auch noch Andreas Mikkelsen, Dani Sordo, und Sebastien Loeb ins Steuer des Hyundai i20 WRC.

      Doch den Koreanern dürften scheinbar selbst vier Fahrer nicht reichen.
      Für die Finnland Rallye, die am vergangenen Wochenende stattfand,
      holte man auch noch Craig Breen, der 2018 für Citroen fuhr, mit ins Boot.
      Es ist zwar nicht so, dass Hyundai nun fünf Autos gleichzeitig einsetzt,
      aber man hat mittlerweile eben fünf Piloten, mehr oder weniger unter Vertrag,
      die dann die drei, je Rallye eingesetzten Autos pilotieren.
      Kurz und knapp: Man möchte für jede Rallye die am vielversprechendste Fahrerbesetzung zusammenzimmern.

      Man analysiert die Fahrer und deren Leistungen, allen voran, die Leistungen der laufenden Saison,
      und versucht dann, die drei Autos mit den Fahrern zu besetzen,
      von welchem man sich bei der bevorstehenden Rallye, eben die besten Chancen ausrechnet.
      Denn es liegt nicht unbedingt jede Rallye, jeden Fahrer gleich gut.
      Einen direkten Punktenachteil haben allerdings auch die Teams die nur zwei Autos an den Start einer Rallye bringen,
      nicht wirklich, da am Ende der Rallye, lediglich das Ergebnis der zwei Bestplatzierten Fahrer in die Herstellerwertung einfließt.

      Oder sagen wir, einen kleinen Nachteil haben Teams die nur zwei Fahrer am Start haben, dann doch.
      Denn, bei drei eingesetzten Autos, hat man als Hersteller so eine Art Joker in der Hinterhand.
      Sprich, sollte eines der drei Autos ausfallen, bleiben immer noch zwei „übrig“, etwas salopp ausgedrückt.
      Naja, zumindest bis jetzt scheint die Rechnung bei Hyundai aufzugehen, denn die Werksmannschaft liegt in der Herstellerwertung voran.
      Wenngleich bei der zuletzt gefahrenen Rallye Finnland etwas gegenüber Toyota eingebüßt wurde.

      Was in dem Zusammenhang, bei der Nennung der Fahrer für die Rallye Deutschland (die ja bald ansteht),
      interessant ist, ist der Umstand, dass Sebastien Loeb, noch kurz vor knapp von der Nennliste gestrichen worden ist.
      Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen waren „fix“ vorgesehen.
      Als dritter Fahrer war der „König von Deutschland“, alias Sebastien Loeb vorgesehen (neun Siege zwischen 2002 und 2012).
      Dieser Plan wurde nun verworfen, und man schickt stattdessen Dani Sordo ins Rennen.
      Ausschlaggebend für diese Entscheidung, soll der Sieg des Spaniers bei der Rallye Sardegna (Italien) gewesen sein, die Mitte Juni stattfand.

      Etwas verwunderlich ist die Entscheidung von Hyundai aber dennoch.
      Ist Sebastien Loeb mit dem Hyundai i20 WRC, doch zuletzt an einem Lauf zur italienischen,
      sowie einem Lauf zur französischen Meisterschaft angetreten, um sich für die „Deutschland“ fit zu machen.
      Andererseits muss man sagen, auch Dani Sordo weiß wo bei einem Auto das Gaspedal ist.
      Auch war Sordo die letzten Jahre als Vollzeit-Rallyefahrer aktiv,
      und ist somit vielleicht tiefer in der Materie drinnen, wie Sebastien Loeb, der mittlerweile eher sporadisch im Rallyeauto sitzt.
      ---
      Hayden Paddon, welcher vergangene Saison, also 2018, auch zum „Werkskader“ von Hyundai zählte,
      ist heuer bei den Koreanern nicht mehr unter Vertrag.
      Da nun aber bei M-Sport kurzfristig und vorübergehend ein Cockpit freigeworden ist,
      weil Stammfahrer Elfyn Evans verletzungsbedingt pausieren musste,
      oder dies ihm, von den Ärzten so empfohlen wurde, kam Hayden Paddon nun bei M-Sport ins Spiel.

      Er sollte bei der Rallye Finnland, neben Teemu Suninen und Gus Greensmith,
      das dritte von Ford M-Sport eingesetzte World Rallye Car pilotieren; doch so weit kam es nicht.
      Bei den Testfahrten, und bei „gutem“ Tempo,
      wurde das Fiesta WRC von einem mittig aus der Straße herausragenden oder liegenden Stein, ausgehebelt, und in der Folge entsprechend überschlagen.
      Hayden Paddon wie auch sein Beifahrer John Kennard blieben bei dem Zwischenfall zwar unverletzt,
      aber das Ford Fiesta WRC wurde dabei so stark beschädigt, dass wenige Tage vor Beginn der Rallye Finnland, wo die Testfahrten ja stattfanden,
      ein Wiederaufbau des Autos nicht mehr möglich war.
      Und da auch kein Ersatzauto zur Verfügung stand, war der Traum im Prinzip schon ausgeträumt, bevor er noch so richtig begonnen hatte.
      Hayden Paddon, wie man sich vorstellen kann – schwer enttäuscht.
      ---
      Wie schon angesprochen, war der Grund für den (geplanten) Einsatz des Hayden Paddon der, das Elfyn Evans verletzungsbedingt pausiert.
      Bei der Rallye Estland, eine nationale Rallye, die heuer von allen Werkteams als „Generalprobe“ für die Rallye Finnland herangezogen wurde, ist auch Elfyn Evans am Start gewesen.
      Bei der Landung nach dem Sprung über eine Kuppe, hatte sich Elfyn Evans am Rücken was getan.
      In Folge dessen, wurde ihm geraten sich auszukurieren, und die Rallye Finnland,
      die heuer nur drei Wochen nach der Rallye Estland stattfand, auszulassen.
      Und wie vor kurzen bekannt wurde, wird der aktuell WM-Vierte auch bei der Rallye Deutschland,
      welche vom 22. – 25. August ausgetragen wird, nicht am Start sein.
      ---
      Königsfigur am Fahrermarkt für die kommende Saison, 2020, scheint mittlerweile der Este Ott Tänak zu sein.
      Der Weltmeisterschaftsführende, liegt aktuell bei 180 Zählern.
      Sebastien Ogier steht derzeit bei 158, und Thierry Neuville bei 155 Punkten.
      Tänaks Vertrag mit Toyota läuft Ende 2019 aus.
      Und wie man sich wahrscheinlich vorstellen kann, ist einerseits Toyota daran interessiert, dass er bei dem Japanisch-Finnischen Team bleibt,
      und sind Hyundai und M-Sport andererseits, daran interessiert, dass er genau das nicht tut!!
      Kurzum, sie möchten Tänak zum Wechsel des Geldgebers bewegen.
      Bleibt die Frage wieviel Geld bewegt werden muss, oder welche andere „Rahmenbedingungen“ geschaffen werden müssen,
      damit Tänak sich zu einem Teamwechseln hinreißen lässt.
      ---
      Die Rallye Finnland, am vergangenen Wochenende (1.-4. August), hat eben Ott Tänak gewonnen.
      Er setzte sich mit einem „sauberen“ Abstand von 25,6 Sekunden gegen Citroen Werksfahrer Esapekka Lappi durch.
      Auf Platz drei folgt Jari Matti Latvala, mit 33,2 Sekunden Rückstand auf Tänak.
      Für Weltmeister Sebastien Ogier wurde es bei der Finnland Rallye 2019 der Fünfte Gesamtrang, für Thierry Neuville der Sechste.

      Die Highlights der Rallye Finnland 2019

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Loeb, Test Rallye-Deutschland 2006

      Citroen, der als Hersteller, seit dem Jahre 2003 in der Rallye Weltmeisterschaft vertreten ist,
      pausierte 2006, um sich nicht zuletzt, auf die Entwicklung des C4 WRC zu konzentrieren,
      welches dann ab 2007 zum Einsatz kam.
      Sebastien Loeb kam im „Pausenjahr“-2006 im belgischen,
      und zugleich von Citroen werksunterstützen, Kronos Team unter.
      Das Auto das Loeb 2006 fuhr, war wie auch das Jahr zuvor, ein Citroen Xsara WRC.
      Nur, dass dieses in besagter Saison nicht die Citroen-übliche Farbe rot trug,
      sondern in blau auf der Sonderprüfung erschien.
      Und, Sebastien Loeb konnte auch in 2006, wie schon im Jahr davor,
      gemeinsam mit Copilot Daniel Elena den Fahrertitel einfahren.

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Neu

      Der Ausspruch >in der Ruhe liegt die Kraft<, kommt scheinbar nicht von ungefähr.
      Ott Tänak – Onboard, auf der Wertungsprüfung 4, zur Rallye Deutschland 2019,
      welche ja an diesem Wochenende stattfindet.

      Tänak fuhr auf besagter Prüfung Bestzeit, und das obwohl (oder vielleicht gerade weil),
      er das Auto mit einer scheinbaren Leichtigkeit und Gelassenheit steuert, dass man fast meinen könnte,
      es handle sich hierbei um die sonntägliche Fahrt zu Omas Kaffeekränzchen :-).
      Ebenso stoische Ruhe scheint Copilot Martin Jarveoja auszustrahlen.

      Auch auffällig, trotz vieler Abzweige greift Tänak auf dieser Prüfung kaum zur Handbremse.

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach