Der Rallye-Corner!

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    • Vom 16. bis 18. November 2018, also am vergangenen Wochenende stand der abschließende Lauf,
      der Rallyeweltmeisterschaft 2018, mit der Rallye Australia an.

      Nochmal kurz die Ausgangslage vor der Rallye:
      Sebastien Ogier: 203 Punkte
      Thierry Neuville: 201 Punkte
      Ott Tänak: 181 Punkte

      Bei noch maximal 30 zu vergebenden Punkten, hatten diese drei Fahrer noch die Chance auf den Titel 2018.

      Die Rallye begann wie üblich, mit einer Bestzeit :)
      Allerdings war es weder Ogier, noch Neuville und auch nicht Tänak der diese fuhr.
      Die schnellste Zeit auf WP1 lies dich Toyota Werksfahrer Esapekka Lappi gut schreiben.
      Tänak mit der zweitschnellsten Zeit.
      Die zweitschnellste Zeit von Ott Tänak ist aber auch schon das einzige mit dem zu Beginn der Rallye,
      die drei Titelanwärter (Ogier, Neuville, Tänak) aufzeigen können.
      Im Verlauf der nächsten Sonderprüfungen können die drei eben genannten nämlich nicht wirklich aufzeigen.

      Gelegen soll es allen voran an der frühen Startposition haben.
      Da Ogier gefolgt von Neuville und Tänak als erste auf die australischen Schotterpisten mussten,
      hatten sie mit der bei Schotterrallyes oft auftretenden Thematik zu kämpfen,
      das gerade zu Beginn sich noch besonders viel loser Schotter auf den Straßen befindet, der den Grip verschlechtert.

      Gesamt 24 Wertungsprüfungen sind zu fahren.
      Nach SP 10 liegt Citroen Werksfahrer Mads Ostberg in Führung.
      Allerdings nur 3,7 Sekunden vor Toyota Werksfahrer Jari Matti Latvala.
      Ott Tänak mit 10 Sekunden Rückstand auf den Führenden auf Platz 4
      Sebastien Ogier mit fast einer Minute Rückstand auf Platz 7
      Und Thierry Neuville liegt mit einem Rückstand von 1:43,2 Minuten auf den Führenden, überhaupt nur auf Platz 10
      Allerdings, ist Neuville auf SP 6 auch ein kleines Malheur passiert aus dem ein Reifenschaden resultierte,
      der ihm wiederrum fast eine Minute gekostet hat.

      Nach SP 10 ist Ogier also auf Titelkurs, den drei Plätze vor Neuville, und zudem drei Punkte Vorsprung
      in der Weltmeisterschaft, da wäre ihm der Titel sicher.
      Bei den 22 Punkten Rückstand die Tänak auf Ogier hat, müsste für den Titel, Tänak nicht nur gewinnen,
      sondern Ogier UND Neuville "praktisch" ausfallen.

      Auf SP 11 kann dann Jari Matti Latvala die Führung von Mads Ostberg übernehmen.
      Allerdings sitzt diesen bereits Teamkollege und Titelanwärter Ott Tänak im Nacken.
      Bis SP 13 kann Latvala seine Führung behaupten, ehe diese auf SP 14 Ott Tänak übernimmt.
      Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, das Latvala Teaminterne Anweisungen bekommen hat,
      nicht gegen Tänak zu kämpfen, sondern ihn eher "ziehen zu lassen".
      Denn, sollte Ogier ausfallen, und Neuville ausfallen, und...
      ....dann wäre Ott Tänak mit einem Sieg Weltmeister, wie gesagt wenn.
      Sebastien Ogier nach SP 14 auf Platz 6, Thierry Neuville auf Platz 8

      Auf SP 20 verliert Tänak fast 20 Sekunden, und fällt wieder hinter seinem Teamkollegen Jari Matti Latvala auf Platz 2 zurück.
      Sebastien Ogier nach wie vor auf der 6, und Thierry Neuville auf der 8
      Auf SP 22 kommte es dann Quasi zu einer Vorentscheidung der Vorentscheidung.
      Hyundai Werksfahrer Thierry Neuville, muss in Folge eines kleinen Ausrutscher aufgeben,
      und kann somit Aufgrund der drei Punkte Rückstand mit der er bereits nach Australien gekommen ist,
      nicht mehr den Titel 2018 holen.
      Jetzt wird dieser zwischen Ott Tänak und Sebastien Ogier ausgemacht.
      Tänak jetzt auf dem zweiten Rang, Ogier auf dem sechsten.
      Würden die beiden diese Platzierungen bis ins Ziel behalten, wäre Ogier klar Weltmeister,
      da die jetzt um vier Ränge schlechtere Plazierung von Ogier, durch seinen Punktevorsprung in der WM mehr als nur ausgeglichen werden würde.
      Und zwei Prüfungen sind noch zu fahren.

      Auf SP 23 jedoch fällt Ott Tänak auch noch aus, und Ogier wird als einzig verbleibender Titelanwärter Rallyeweltmeister 2018.
      Es ist für ihn der sechste Titel in Folge.
      Viermal mit Volkswagen, und zweimal mit (Ford) M-Sport.
      Jari Matti Latvala gewinnt zwar die Rallye Australia, aber Sebastien Ogier ist Weltmeister.


      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Sebastien Loeb 2019 in der WRC

      Sebastien Loeb der ja Ende 2012 seine Vollzeitkarriere in der WRC, als neunfacher Rallyeweltmeister beendet hatte,
      konnte es aber auch in den darauf folgenden Jahren nicht wirklich ganz lassen, und nahm immer wieder vereinzelt an WRC-Läufen teil.
      Wenngleich sein Hauptaugenmerk mittlerweile auf einer anderen Sparte des Motorsports lag,
      bestritt er 2018 drei WM Rallyes für Citroen.
      Die Rallye Spanien, die Ende Oktober dieses Jahres ausgetragen wurde, und bei der Loeb nicht nur Teilnahm,
      sondern die er auch gewann, sollte nun aber wirklich der allerletzte Einsatz des Champs werden...

      Denn, Sebastien Loeb wollte sich 2019 verstärkt, und gemeinsam mit Peugeot auf die WRX,
      sprich die Rallycross Weltmeisterschaft fokussieren,
      bei der er mittlerweile schon gut Fuß gefasst hat.
      (WRX = hochgerüstete World Rallye Cars auf der Rundstrecke, etwas knapp formuliert)
      Doch nun musste er einen herben Rückschlag hinnehmen,
      denn ähnlich kurzfristig und überraschend wie Volkswagen Ende 2016 den Rückzug aus der WRC bekannt gab,
      so überraschend tat dies nun auch der französische PSA Konzern (in dem eben auch Peugeot integriert ist),
      im Bezug auf ihr Engagement in der WRX.

      Obwohl Sebastien Loeb einen Einsatz bei der Rallye Dakar 2019 in einem mehr oder weniger privat eingesetzten Auto plante,
      und nach dem Werksausstieg von Peugeot aus der WRX,
      sogar einen Einsatz in dieser, auf eigene Faus nicht ausschloss,
      so wurde er jetzt doch ein wenig vor den Kopf gestoßen.

      Aber es kommt noch mehr.
      Denn nicht nur, das der PSA Konzern den Ausstieg aus der WRX verkündete,
      so ist fast zeitgleich bekannt geworden, das Abu Dhabi,
      langjähriger Partner des Citroen WRC Teams, 2019 in diesem nicht mehr engagiert sein wird.
      Somit wird Citroen 2019 auch kein drittes WRC einsetzen, in dem unter anderem Sebastien Loeb hätte sitzen können.
      Denn gerade Abu Dhabi sollte Citroen den Einsatz eines dritten World Rallye Cars erst ermöglichen.
      Und Sebastien Ogier, wie auch Esapekka Lappi sind mittlerweile für die zwei Autos,
      die 2019 von Citroen in der WRC eingesetzt werden, als Fahrer bestätigt worden.

      Aber gerade in den letzten Tagen gab es immer wieder Gerüchte, Loeb könnte zu Hyundai wechseln.
      Loeb, nach 20 Jahren Citroen/PSA zu Hyundai?
      Ich dachte, wäre interessant, glaube ich aber nicht wirklich.
      Zudem Hyundai auch vehement dementierte das an den Gerüchten was dran sei.
      Doch jetzt wurde verkündet das es doch zu einer Einigung gekommen sei.
      Loeb wird demnach 2019, und vorraussichtlich auch 2020 für Hyundai ins Steuer greifen.

      Es dürfte sich dabei aber zumindest 2019, nicht um eine komplette Saison, sondern um ausgewählte Rallyes handeln.
      Gesprochen wurde zuletzt von sechs Läufen bei denen der Franzose, gemeinsam mit seinem langjährigen monegassischen Beifahrer - Daniel Elena,
      im Hyundai I20 WRC Platz nehmen soll.
      Spannend bleibt auch die Besetzung der einzelnen Autos.
      Denn neben dem Einsatz von drei Autos, haben die Koreaner jetzt auch vier Fahrer unter Vertrag.
      Und der einzige, für den ein eigenes Auto, über die ganze Saison 2019 hinweg vorgesehen ist, ist der Belgier Thierry Neuville.
      Dani Sordo, Andreas Mikkelsen und Sebastien Loeb werden sich die zwei anderen Autos teilen.
      Mit teilen ist gemeint, das vorraussichtlich bei keiner Rallye alle vier Fahrer am Start sein werden.

      Auch wenn Anfangs dementiert, so soll Sebastien Loeb bereits bei der Rallye Monte Carlo, Ende Jänner am Start sein.
      Bleibt die Frage, was dann mit der Rallye Dakar ist, bei der Loeb ja auch antreten wollte.
      Die Rally Dakar die vom vom 6.-17 Jänner 2019 stattfindet, überschneidet sich zwar nicht direkt mit der Rallye Monte Carlo (vom 24. - 27. Jänner),
      es wurde allerdings die Frage in den Raum gestellt, ob die Teilnahme eine beiden Events aus organisatorischen Gründen umsetzbar ist.

      Aber so der so.
      Es sind 2019 nicht nur Sebastien Ogier, und Sebastien Loeb auf denen das Augenmerk fallen wird, beileibe nicht.
      Aber Ogier im Citroen C3 WRC, und Loeb im Hyundai i20 WRC, das könnte echt sehenswert werden.
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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Monza Rallye Show 2018

      Bei der diesjährigen Monza Rally Show triumphierte einmal mehr der 39 jährige Valentino Rossi.
      Die Monza Rallye Show findet alljährlich, unweit von Mailand, also im nördlichen Teil Italiens statt.
      Etwa 500 Kilometer von München, und knapp 900 Kilometer von Wien entfernt.
      Valentino Rossi, der siebenfache MotoGP Weltmeister, konnte am 9. Dezember bei der Monza Rallye Show 2018 seinen vierten Sieg in Folge, und seinen siebten insgesamt feiern.

      Valentino Rossi setzte sich gemeinsam, mit Copilot Carlo Cassina in einem aktuellen,
      von M-Sport eingesetzten Ford Fiesta WRC, gegen M-Sport Werksfahrer Teemu Suninen durch.
      Und nicht nur das, Rossi konnte die Rallye nicht nur gewinnen, er holte auch alle neun Sonderprüfungsbestzeiten.
      Da könnte man sich fragen, ob das mit rechten Dingen zu gehen kann,
      wenn ein Motorad Rennfahrer einen aktuellen WRC-Werksfahrer so niederringen kann.
      Dazu muss man einerseits sagen, das Valentino Rossi ein Ausnahmetalent ist, keine Frage.
      Man muss vielleicht aber auch noch anfügen, das mir scheint, dass die Monza Rallye Show,
      "seine" Rallye ist, und er dadurch unter Umständen auch einen gewissen Heimvorteil hat.
      Auch war neben Suninen kein weiterer der aktuellen WRC Werksfahrer am Start, gegen den er hätte kämpfen müssen.
      Was die fantastische Leistung von Valentino Rossi jetzt aber auch nicht klein reden soll.

      Roberto Brivio kompletierte das Podest, und auf Platz vier Salucci Alessio.
      Beide, so wie Rossi und Suninen ebenfalls in einem Ford Fiesta WRC.
      Auf Platz 5 dann der erste Nicht-Fordpilot - Cairoli Tony in einem Hyundai I20 WRC.
      Von den insgesamt knapp 90 gestarteten Teams waren nur einige nicht italenische dabei.

      Valentino Rossi im Video, an der Startnummer 46 zu erkennen.

      gruß gordon

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      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Jänner Rallye, Rallye Dakar, Vorschau Rallye Monte Carlo

      Jänner Rallye 2019
      Vom 3. - 6. Jänner dieses Jahres, fand bei tiefwinterlichen Bedingungen, unweit von Linz (OÖ),
      die zur österreichischen Staatsmeisterschaft zählende, Jännerrallye statt.
      Als einer der Topfavoriten ging Hermann Neubauer mit Copilot Bernhard Ettel ins Rennen.
      Hermann Neubauer, Staatsmeister von 2016 und Vizestaatsmeister von 2017,
      kehrte 2018, aufgrund eines Engagement in der ERC (European Rally Championship),
      der österreichischen Staatsmeisterschaft weitgehend den Rücken zu.

      2019 plant Neubauer wieder vollständig in der österreichischen Meisterschaft vertreten zu sein.
      2016 und 2017 mit einem Ford Fiesta WRC der ersten Generation unterwegs, so startete er bei der Jännerrallye in einem Fiesta R5.
      Die Jännerrallye 2019 sollte bereits den Grundstein für die angehende Saison legen.
      Allerdings, wenngleich auch im Shakedown noch Bestzeit gefahren wurde,
      so warf ihn eine abgerissene Antriebswelle bereits auf SP 1 aus dem Bewerb.

      Somit ging die Bestzeit der ersten Sonderprüfung an den erst 23 jährigen Julian Wagner, mit Copilotin Anne Katharina Stein.
      Wagner/Stein, in einen von Baumschlager-Racing eingesetzten, Skoda Fabia R5.
      Zu sagen, das die beiden den Sieg der ersten Prüfung,
      und einhergehend damit auch die Gesamtführung von Neubauer/Ettel geerbt hätten, wäre aber zuviel gesagt.
      Denn die Bestzeit von Wagner/Stein war mehr als deutlich.
      Nach SP1 war der Abstand auf den Zweitplatzierten nämlich Julian´s Bruder, - Simon Wagner mit bereits 40,4 Sekunden zu beziffern.
      Simon Wagner, ebenfalls in einem Skoda Fabia R5.

      Julian Wagner fuhr über die gesamte Distanz der Rallye über Quasi in einer eigenen Liga.
      Von den 16 Wertungsprüfungsbestzeiten gingen 14 an den Mauthausner.
      Der einzige der bei dieser Rallye das Tempo von Julian Wagner zumindest ansatzweise mitgehen konnte,
      war sein Bruder, der wie schon erwähnt, auf den Namen Simon Wagner hört.
      Nach SP8, bei dieser, beim Fabia des Führenden Julian Wagner das Getriebe nicht mehr wirklich funktionierte,
      und er entsprechend Zeit verlor, kam ihm der 25 jährige Simon Wagner in der Zeitenliste sogar gefährlich nahe.
      Der Skoda Fabia R5 von Julian konnte im Service aber repariert werden,
      und nach SP12 war der Vorsprung auf Simon schon wieder auf gut eineinhalb Minuten angewachsen.

      Auf SP 13 dann das Aus für den Zweitplatzierten Simon Wagner, der den Fabia R5 mit technischen Defekt abstellen musste.
      Jetzt kann man wirklich sagen, das Gerald Rigler/Jürgen Heigl den zweiten Platz geerbt haben.
      Haben sie jetzt doch schon einen Rückstand von fast sieben Minuten auf den seit Beginn der Rallye Führenden Julian Wagner.
      Rigler/Heigl in einem Ford Fiesta R5.
      Letztendlich gewinnen Julian Wagner/Anne Katharina Stein, die Jänner Rallye 2019 mit einem Vorsprung von 8:21,1 Minuten auf Gerald Rigler/Jürgen Heigl.
      Dritter mit einem Gesamtrückstand von 9:02,3 Minuten wird Gerhard Aigner/Martin Sztachovics-Tomasini. - Aigner/Sztachovics wie Wagner in einem BRR Fabia R5.

      Schuldig bleiben muss ich Informationen über den Verbleib von Niki Mayr Melnhof.
      Melnhof der 2018 die österreichische Meisterschaft dominierte und auch Staatsmeister wurde, war bei der Jännerrallye 2019 nicht am Start.



      Dakar 2019
      Vom 6. bis zum 17. Januar 2019 wurde die Rallye Dakar ausgetragen.
      Die Rallye Dakar, die seit 40 Jahren veranstaltet wird, und die ursprünglich Paris-Dakar hieß,
      und auch tatsächlich von Paris nach Dakar führte, wurde vor 10 Jahren nach Südamerika verlegt.
      Daher heißt sie heute auch nicht mehr Paris-Dakar, sondern schlicht nur mehr Dakar.
      Dieses Jahr wurde ausschließlich im südamerikanischen Peru gefahren.
      Gefahren wird nicht zuletzt durch Sanddünen, und teils wenig bewohnten Gebieten,
      was der Rallye ein gewisses Abenteurflair verleiht.

      Angetreten wird in mehreren Klassen.
      Angefangen bei Motorrädern und Quads,
      weiter über SXS - Side by Side (Quasi zweisitzige Buggys),
      weiter über geländegängige Autos, bis hin zu mit drei Fahrern besetzten LKW´s.

      Die einzelnen Etappen der Rallye Dakar kann man wie oben schon angedeutet,
      kaum mit den Sonderprüfungen einer herkömmlichen Rallye vergleichen.
      Allein schon wegen der Länge der einzelnen Prüfungen.
      Selbst die längsten Wertungsprüfungen in der Rallyeweltmeisterschaft,
      sind mit 40 -50 Kilometern, für Dakar Verhältnisse eher Sprintrennen.
      Die Länge der einzelnen Etappen bei der Dakar lag 2019, zwischen rund 80 und gut 450 Kilometern.
      Wobei an jeden der zehn Tage, jeweils eine Etappe gefahren wurde.
      Zu den Kilometern der Wertungsprüfungen kommen dann, so wie bei einer herkömmlichen Rallye auch, noch die Kilometer der Verbindungsetappen hinzu.
      Somit summierte sich die Gesamtdistanz auf gut und gerne 5500 Kilometer.
      Das ist in etwa fünf mal so viel/lang wie bei einer WM Rallye.

      Außerdem ist wie gesagt, die Charakteristik der Dakar eine ganz andere.
      Bei einer Wertungsprüfungslänge von bis zu 450 Kilometern, ist die Route nicht mehr ganz exakt definiert.
      Geht auch gar nicht, weil Teils über Dünen und Ähnliches gefahren wird, wo es in dem Sinn gar keine Straßen mehr gibt.
      Es gibt zwar schon auch Abschnitte mit WRC ähnlichen Charakter, aber eben nicht nur.
      Somit muss bei der Dakar noch mehr improvisiert werden, als bei einer normalen Rallye.
      Da kann es schon mal vorkommen, das auf der Strecke während das die Zeit läuft,
      mehr oder weniger aufwändige Reparaturen am Auto vorgenommen werden müssen.
      Ein Reifenwechsel auf der Etappe beispielsweise, ist noch eher das kleinere Übel.
      Wenn man bedenkt, das selbst der Sieger, mehr als 34 Stunden für die Gesamtdistanz benötigte.

      Auch das Thema navigieren spielt hier eine Sieg-Mitentscheidende Rolle.
      Sprich, was ist der kürzeste Weg einerseits, aber auch was ist der befahrbarste, andererseits.
      Nicht selten, das jemand in den Sanddünnen mit dem Wagen hängen bleibt,
      oder sich irgendwo ein Rad abfährt, weil sich plötzlich eine Senke auftut,
      mit der man so vielleicht nicht gerechnet hat.

      Gerade Sebastien Loeb/Daniel Elena kamen nicht ganz ohne Navigationsprobleme durch die Rallye, und verloren hier Zeit.
      Zudem hatten sie teils mehr Reifenschäden als Reserveräder im Auto.

      Bei den Motorrädern gibt es seit Jahren eine Dominanz, zumindest aus Markentechnischer Sicht.
      Und diese Dominanz heißt KTM.
      Seit 2001 war es immer ein Motorrad des Oberösterreichischen Zweiradhersteller das am Ende ganz oben stand.
      Im Vorjahr, zudem, zum ersten Mal, sogar mit einem österreichischen Fahrer.
      Matthias Walkner gewann 2018 die Dakar auf KTM.
      Heuer reichte es für Walkner für Platz zwei.
      Platz eins unter den Motorrädern 2019 erreichte der Australier Toby Price, auf einer KTM.
      Und auch Platz drei ging, mit Sam Sunderland an KTM.
      An vierter und fünfter Stelle dann Husqvarna.

      Bei den Autos stand 2019, Nasser Al-Attiyah mit Copilot Matthieu Baumel ganz oben am Siegertreppchen.
      Eingesetzt wurde ein Hilux von Toyota Gazoo Racing.
      Auf Platz zwei Nani Roma mit Beifahrer Alex Haro Bravo in einen X-Raid Mini Cooper Works.
      Auf Platz drei bereits, der neunfache Rallye Weltmeister Sebastien Loeb mit seinem langjährigen Beifahrer Daniel Elena.
      Loeb/Elena in einem Peugeot 3008 DKR.
      Bei den im Spitzenfeld eingesetzten Autos muss man anfügen, das diese für den Einsatz in den Dünen derart stark modifiziert wurden,
      dass das man das Serienauto auf denen die Fahrzeuge aufbauen, teils nur noch erahnen kann.

      Stephane Peterhansel der die Dakar schon sieben mal mit dem Auto, und sechs mal mit dem Motorrad gewonnen hatte,
      musste auf Wertungsprüfung 8, auf Platz vier liegend aufgeben.
      Nach einem Sprung, mit einer darauf folgenden sehr unsanften Landung,
      klagte Beifahrer David Castera über starke Rückenschmerzen, an eine Weiterfahrt war nicht zu denken.
      Im Krankenhaus wurde dann aber Entwarnung gegeben.


      Das Video bebildert die neunte, also vorletzte Etappe der Dakar 2019.




      Vorschau Rallye Monte Carlo 2019
      Bereits kommende Woche startet die Rallyeweltmeisterschaft in die neue Saison.
      Am 24. Jänner, also am Donnerstag (Abend) startet sie mit der Rallye Monte Carlo.
      Der Recce, also die Streckenbesichtigung mit der damit verbundenen Erstellung des Aufschriebs beginnt jedoch schon Anfangs der Woche.
      Ein sehr enges Zeitfenster für Sebastien Loeb, der bis Ende dieser Woche ja bei der Rally Dakar mit vertreten war.
      Zudem sollten dieses Wochenende auch noch Testfahrten mit seinem neuen Einsatzfahrzeug, dem Hyundai i20 WRC hinzu kommen.

      Während Loeb bei Hyundai unterschrieben hat, tat Sebastien Ogier dies bei Citroen.
      Der aktuelle, und zudem sechsfache Weltmeister Sebastien Ogier, wird hinter dem Volant eines C3 WRC Platz nehmen.
      Im Video unterhalb, Sebastien Ogier mit Copilot Julien Ingrassia bei letzten Abstimmungsfahrten für die Monte 2019.



      gruß gordon
      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • R500 schrieb:

      3. Beim „Studieren“ der Highlights der Januar Rallye 19 ist mir das, was @Alain und @Fox906bg geschrieben hatten, so richtig ins Auge gesprungen: Die lenken tatsächlich sehr wenig. Ganz geil!
      Ja hat mir Armin Schwarz so beigebracht, denke sollte wissen was er erzählt. :)
      Das Leben ist viel zu kurz, um ein serienmässiges Auto zu fahren!

      Seat Leon Cupra ST 300 4drive, überarbeitet bei 2MMotorsport
    • Rallye Monte Carlo 2019

      Ich weiß nicht, wer den Saisonautakt zur Rallyeweltmeisterschaft vor einer Woche mitverfolgt hat,
      aber er war von mehreren Dingen geprägt.
      Zum einen vom Duell um den Sieg, zwischen Weltmeister Sebastien Ogier und Vizeweltmeister Thierry Neuville.
      Soviel vorweg, Sebastien Ogier gewann die Rallye Monte Carlo 2019.
      Allerdings mit einem Vorsprung gegenüber Thierry Neuville von gerade einmal 2,2 Sekunden.
      Und viel größer war der Abstand zwischen den beiden, die ganze Rallye über nicht.
      Gesamtdritter wurde Ott Tänak, allerdings mit schon deutlich über zwei Minuten Rückstand.

      Und die Sache mit Ott Tänak (und Toyota im Allgemeinen), war das Nächste
      von dem das Wochenende geprägt war.
      Denn Ott Tänak der bei den beiden Prüfungen am Donnerstag Abend die Führung übernehmen konnte,
      fiel am Freitag dann nach einen Reifenschaden bis auf Platz Acht zurück.
      Tänak war aber nicht der einzige, für den das Thema Reifenschaden, ein Thema wurde.
      Genauer gesagt wurde es für alle Toyota Werksfahrer ein Thema.
      So auch für Jari Matti Latvala, und für Toyota Neuzugang Kris Meeke.
      Der Grund soll eine extra für die Rallye Monte Carlo angefertige leichte (offensichtlich zu leichte),
      Felge gewesen sein, die die Reifenschäden provozierte.
      Bei Kris Meeke sollen es sogar drei an der Zahl gewesen sein.

      Das nächste von dem das Wochende geprägt war, war der Rücktritt vom Rücktritt, des Sebastien Loeb.
      Er kam ja erst ein paar Tage vor Beginn der Rallye von Südamerika, von der Rallye Dakar zurück.
      Sebastien Loeb lieferte wie ich finde zwar dennoch eine solide Fahrt ab,
      lag am Freitag Abend aber nur, an der für ihn vielleicht ungewohnten fünften Position.
      Zudem hatte er auch schon knapp eineinhalb Minuten Rückstand, auf den Führenden Sebastien Ogier.
      Loeb konnte sich im Laufe des Samstages dann bis auf den dritten Rang vorarbeiten.
      Am letzten Tag, sprich am Sonntag, verlor er dann zwar den dritten Rang, gewann aber den Vierten.
      Gemeint ist das so: Loeb konnte oder wollte, den heranstürmenden Ott Tänak nicht viel entgegensetzen.
      Zur Erinnerung: Tänak rutschte am Freitag nach einen Reifenschaden auf den Achten Platz ab.
      Im Ziel der Rallye hatte Tänak dann 13 Sekunden Vorsprung, auf den jetzt Viertplatzierten Sebastien Loeb.
      Gewonnen hat Sebastien Loeb den Vierten Gesamtrang deswegen,
      weil er im Ziel nur 1,7 Sekunden Vorsprung auf Jari Matti Latvala hatte, der Fünfter wurde.
      Kris Meeke, wurde bei seinem Toyota-Debüt hinter Latvala Gesamtsechster.

      Endplatzierungen der WRC Werksfahrer

      1. Sebastien Ogier....3:21:15,9 Stunden
      2. Thierry Neuville…......+ 2,2 Sekunden
      3. Ott Tänak.............+ 2:15,2 Minuten
      4. Sebastien Loeb.......+ 2:28,2 Minuten
      5. Jari Matti Latvala....+ 2:29,9 Minuten
      6. Kris Meeke.............+5:36,2 Minuten
      11. Teemu Suninen.....+17:56,8 Minuten
      20. Pontus Tidemand...+29:34,6 Minuten

      Der auffällig große Zeitrückstand des Teemu Suninen, wie auch des Pontus Tidemand,
      sind auf auffällig große Schwierigkeiten, die die beiden im Laufe der Rallye hatten
      zurückzuführen.

      gruß gordon

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • gordon shumway schrieb:

      Ein World Rallye Car als Alltagswagen ? ^^


      *lool* so Geil wie die sich alle in das Auto quetschen müssen *lool*

      Aber echt genialer Sound das Ding, geht auch bestimmt wie Hölle vorwärts...würde ich gern mal Fahren so ein Ding.

      ...Ich bin schon gespannt wie das in Zukunft wird mit Motorsport äh Elektrosport, das Summen der Autos wird bestimmt Kopfschmerzen verbreiten, die einzigen Emotionen die es dann noch geben wird, wird Kotzen sein <X . Naja, lassen wir uns eben das letzte bisschen Spaß halt auch noch nehmen ...E-Formel 1, E-Rally usw. 8| bäääähhh Nein, bitte nicht ;( weg mit DUH ... weg mit DUH ... weg nit DUH :D

      LG
      Mark
    • Vom rein elektrischen Antrieb, ist zumindest in der Rallyeweltmeisterschaft eher noch keine Rede.
      Allerdings drängt FIA Präsident Jean Todt darauf, die Hybridtechnik in den World Rallye Cars zu
      implementieren.
      In absehbarer Zeit soll darüber entschieden werden wie es in dieser Hinsicht in der WRC weiter geht.
      Geht es nach Todt, so sollen ab der Saison 2022 die World Rallye Cars mit Hybridtechnik ausgestattet sein.
      Man möchte noch in diesem Jahr, vorausgesetzt man kommt zu einer Einigung, die Details zum Reglement bekannt geben.
      Interessanter Weise, ist gerade Hybrid-Pionier Toyota von der Elektrifizierung der Autos nicht sonderlich begeistert.
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      Marie von Ebner-Eschenbach