Lamborghini LM002 vs. Urus

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    • Lamborghini LM002 vs. Urus

      Seit Beginn dieses Jahres baut Lamborghini mit dem Urus ein SUV.
      Allerdings ist es nicht der erste "Offroader" der italienischen Sportwagenschmiede.
      Bereits Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre wurde ein Prototyp Namens LM001 gefertigt.
      Aus diesem Prototyp wurde dann bis zum Jahre 1986 der "bekannte" LM002.
      Er war nicht nur der erste käufliche Geländewagen von Lamborghini, er war auch seiner Zeit weit vorraus, vielleicht zu weit...
      Der von 1986 bis 1993 gebaute LM002 erhielt letztendlich den Motor des Lamborghini Countach LP 500S.
      Der 5,2 Liter große V12 Motor leisteste 455 PS, hatte aber nicht zuletzt Aufgrund seines Leergewichtes von 2700 kg,
      einen Verbrauch der nur knapp unter Jenseits von Gut und Böse lag.
      In einschlägigen Testberichten wird von von 20-40 Litern je 100 Kilometer gesprochen.
      So gesehen hat der 290 Liter fassende Kraftstofftank durchaus seine Berechtigung.

      Neben dem Prototypen (den zu Beginn angesprochenen LM001), und dem "Volumsmodell" dem LM002 (es wurden gut 300 Stück gebaut),
      lag auch noch der LM003 und den LM004 in der Schublade der Italiener.
      Den LM003 sollte ein großer Turbodiesel antreiben,
      dem LM004 wollte man einen noch größeren Benziner spendieren, als ihn der LM002 hatte.
      Beide schafften es jedoch nicht auf die Straße.

      Also wie gesagt, letztendlich kam nur der LM002 in die Verkaufsräume.
      Hier nochmal kurz die Eckdaten zusammen gefasst:
      Angetrieben von einem 455 PS leistenden 12 Zylinder Motor aus dem Lamborghini Countach,
      beschleunigte der 2,7 Tonnen schweren Wagen in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
      Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 223 km/h.
      Die Kraftübertragung erfolgte über ein 5 Gang Schaltgetriebe, der Allradantrieb wurde manuell zugeschaltet.
      In Deutschland sollen für den Wagen 220.000 Mark,
      in Österreich 1.800.000 Schiling verlangt worden sein.

      Desweiteren wurde die Fahrzeuglänge mit 4790 mm angegeben,
      die Breite mit 2000 mm,
      und die Höhe mit 1850 mm.

      Wie weiter oben schon vorsichtig angedeutet, wurde der LM002 nicht gerade das was man als Kassenschlager bezeichnet.
      Es ist zwar klar das ein Auto in der Preisklasse eines Einfamilienhauses, es kaum mit den Stückzahlen
      eines VW Golf aufnehmen kann,
      aber in acht Jahren 300 gebaute Stück erscheinen dann doch recht wenig.
      Allerdings, wenn man sich heute auf den großen Gebrauchtwagenbörsen umsieht,
      stellt man fest, das die wenigen Exemplare die es noch gibt,
      zu recht ambitionierten Preisen gehandelt werden, vor allem dann wenn sie sich in einen überdurchschnittlich gut erhaltenen Zustand befinden.
      Für sehr gut restaurierte Offerte, oder Top erhaltene Originale, werden teilweise Preise von 300.000 - 400.000 Euro, und mehr aufgerufen.

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      Wir schreiben das Jahr 2018, und nochmals wagt sich Lamborghini an das Thema SUV.
      Und zwar mit dem schon vor einigen Jahren angekündigten Urus.
      Aus einem vier Liter V8 Biturbo Motor, werden hier 650 PS Leistung, und 850 NM Drehmoment generiert.
      Über eine acht Stufen Wandlerautomatik wird die Kraft via Torsenmitteldifferential auf Vorder-, und Hinterräder verteilt.
      So gerüstet soll der 2200 kg schwere Wagen in 3,6 Sekunden von 0-100 km/h,
      sowie in 12,8 Sekunden von 0-200 km/h beschleunigen.
      Die Höchstgeschwindigkeit gibt Lamborghini mit 305 Kilometer die Stunde an.
      Zur Erinnerung, es handelt sich hier um ein SUV.

      Eines der vielleicht imposantesten Merkmale des Urus sind meiner Meinung nach aber die Bremsen.
      Spätestens hier wird deutlich das die Italiener es ernst meinten, und dem SUV auch Rundstreckenattributte einhauchten.
      Um einen Wagen der 2,2 Tonnen wiegt und 650 PS leistet, auch am Rundkurs bei entsprechendem Fahrstil im Griff zu behalten,
      wählte Lamborghini Quasi den Weg der rohen Gewalt.
      Verbaut wurde eine Carbon-Keramik Anlage, mit 40 Millimeter dicken und 440 Millimeter großen Scheiben an der Vorder,- sowie 30 Millimeter dicken 370 Millimeter großen Scheiben an der Hinterachse.
      Wobei die Vorderen Scheiben von 10-Kolben-Aluminiumsättel in die Zange genommen,
      an der Hinterachse hingegen genügen scheinbar Einkolbensättel.

      So gesehen, dürften die Serienmäßigen 21 Zoll Felgen weniger der Show dienen, sondern eher der puren Notwendigkeit, um überhaupt über die Bremse drüber zu kommen.
      Wenn wir schon bei den Rädern sind, die Reifen messen an der Vorderachse 285/45 21,
      und ander Hinterachse 315/40 21.
      Gegen Aufpreis sollen bis zu 23 Zoll große Räder möglich sein.

      Was die Abmessungen betrifft, so sind diese ebenfalls recht staatlich ausgefallen.
      Länge: 5112 mm
      Breite mit Spiegeln: 2181 mm
      Höhe: 1638 mm
      Die Tankkapazität wird mit 85 Litern angegeben.
      Das ist ja mal ein ordentliches Stück unterhalb der 290 Litern des LM002.
      Allerdings werden für den Urus im Normzyklus auch "nur" 12,6 Litern angegben.
      Wobei es sich aber wahrscheinlich nicht gänzlich ausschließen lässt,
      das dieser Wert bei Artgerechter Nutzung auch geringfügig überschritten werden kann :)

      Der Neuwagengrundpreis wird in Deutschland mit 204.000 Euro angegeben.
      Dieser lässt sich aber mit entsprechenden Extras ohne weiteres deutlich nach oben korrigieren.
      Zum Beispiel mit dem beim Marktstart erhältlichen vierteiligen Koffer/Taschenset für 17.000 Euro.

      Zum Schluss noch eine Gegenüberstellung des LM002 aus den 80er Jahren,
      mit dem Urus von heute.

      "Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
      was wir erleben, macht unser Schicksal aus"

      Marie von Ebner-Eschenbach
    • R500 schrieb:

      mightymoe schrieb:

      @gordon shumway
      Hast du das irgendwo rauskopiert, oder bist du Automobil-Redakteur?
      Nein, er ist Dart-Spieler...
      Auch nicht schlecht, ich hätte auf 80er-Jahre-Serien-Star getippt... :D :D

      Er schreibt ja nie viel, aber wenn, dann ist es zumindest für mich stets eine Freude zu lesen. :)
      Gruß Stefan - meinR.com Communityleitung

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